Teilhabe & Förderung

BAB – Zuschuss

Eine Ausbildung ist der Start in die Selbstständigkeit. Doch sobald Miete, Lebensmittel, Fahrten nach Hause und Versicherungen dazukommen, reicht die Ausbildungsvergütung oft nicht mehr aus. Genau dafür gibt es die Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB. BAB ist ein monatlicher Zuschuss der Agentur für Arbeit. Du musst ihn nicht zurückzahlen. Der Hack: Nicht erst warten, bis das Konto leer ist, sondern vor Ausbildungsbeginn prüfen, ob du Anspruch hast. Denn BAB wird grundsätzlich erst ab dem Monat gezahlt, in dem du den Antrag stellst. Wer zu spät dran ist, verschenkt schnell mehrere Monatsbeträge.

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BAB-Checkliste: So beantragst du den Ausbildungszuschuss

Diese Nachweise brauchst du für den nächsten Schritt.

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1

Starte mit dem BAB-Rechner

Bevor du lange Formulare ausfüllst, machst du den Schnellcheck.

Der BAB-Rechner der Bundesagentur für Arbeit fragt die wichtigsten Punkte ab:

  • Welche Ausbildung machst du?
  • Wo wohnst du?
  • Wie hoch ist deine Ausbildungsvergütung?
  • Gibt es Einkommen der Eltern oder eines Ehe- beziehungsweise Lebenspartners?

Das Ergebnis ist noch keine Zusage, aber eine gute Orientierung. Wenn der Rechner zeigt, dass BAB möglich sein könnte, solltest du den Antrag stellen. Gerade bei knapper Kasse ist ein unverbindlicher Check besser als gar nichts zu tun.

finanzhack-Tipp:

Auch wenn du unsicher bist: Antrag stellen. Die Agentur für Arbeit prüft verbindlich, ob und wie viel du bekommst.

2

Prüfe, ob deine Ausbildung überhaupt zählt

BAB gibt es nicht für jede Ausbildung. Gute Chancen hast du bei einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Auch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen können unterstützt werden.

Nicht gefördert werden in der Regel schulische Ausbildungen, etwa bestimmte Ausbildungen an Berufsfachschulen. Wenn du also zum Beispiel eine rein schulische Ausbildung machst, solltest du stattdessen andere Hilfen prüfen, etwa BAföG oder Unterstützung über andere Stellen.

finanzhack-Tipp:

Der wichtigste Unterschied lautet: betriebliche Ausbildung eher BAB, schulische Ausbildung eher andere Förderung prüfen.

3

Nimm die Wohnkosten ernst

BAB wird vor allem dann spannend, wenn du während der Ausbildung nicht mehr zuhause wohnen kannst. Das kann daran liegen, dass der Ausbildungsbetrieb zu weit weg ist, du über 18 bist, verheiratet bist oder ein Kind hast und nicht mehr bei deinen Eltern wohnst.

Sammle deshalb alles, was deine Wohnsituation erklärt: Mietvertrag, Nebenkosten, Entfernung zum Ausbildungsbetrieb, Fahrzeiten und Fahrkosten. Diese Angaben helfen der Agentur für Arbeit, deinen Bedarf realistisch zu berechnen.

finanzhack-Tipp:

Notiere nicht nur die Kaltmiete. Warmmiete, Fahrtkosten und regelmäßige Heimfahrten können für die Berechnung wichtig sein.

4

Sorge früh für nen Einkommensnachweis

Für den BAB-Antrag zählt nicht nur deine Ausbildungsvergütung. Auch das Einkommen deiner Eltern kann eine Rolle spielen. Wenn du verheiratet bist oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebst, kann auch das Einkommen deiner Partnerin oder deines Partners berücksichtigt werden.

Das Problem: Genau diese Unterlagen fehlen oft. Bitte deine Eltern deshalb früh um Steuerbescheid oder Jahreslohnbescheinigung. Je länger du wartest, desto später wird dein Antrag vollständig bearbeitet.

finanzhack-Tipp:

Mach eine Unterlagen-Liste und hake sie ab. Unvollständige Anträge kosten Zeit – und Zeit kann bei BAB Geld kosten.

5

Stelle den Antrag vor Ausbildungsbeginn

Der wichtigste Geldhebel ist der Zeitpunkt. BAB wird normalerweise nur ab dem Monat gezahlt, in dem du den Antrag stellst. Wenn deine Ausbildung im August beginnt und du erst im Oktober beantragst, können dir unter Umständen zwei Monate Unterstützung fehlen.

Deshalb solltest du den Antrag stellen, sobald dein Ausbildungsvertrag da ist und klar ist, wo du wohnen wirst. Fehlende Unterlagen kannst du oft nachreichen. Hauptsache, der Antrag ist rechtzeitig auf dem Weg.

finanzhack-Tipp:

Lieber einen Antrag mit Nachreichungen starten als perfekt vorbereitet zu spät beantragen.

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