EXIST-Gründungsstipendium-Checkliste: Idee, Team, Hochschule und Antrag vorbereiten
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Checkliste öffnenEine gute Gründungsidee scheitert oft nicht am Willen, sondern an Zeit, Geld und Struktur. Gerade Studierende, Absolventen und Forschende stehen vor einem Problem: Sie haben eine innovative Idee, aber noch kein marktreifes Produkt, keine Umsätze, keinen Investor und keinen fertigen Businessplan. Genau hier setzt das EXIST-Gründungsstipendium an. Es finanziert für bis zu 12 Monate den Lebensunterhalt des Gründerteams und stellt zusätzlich Mittel für Sachausgaben und Coaching bereit. Die Förderung richtet sich an innovative, wissensbasierte oder technologieorientierte Gründungsvorhaben aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Der Hack: Nicht einfach nur „Förderung beantragen“, sondern die Idee EXIST-fähig machen. Du brauchst ein klares Alleinstellungsmerkmal, ein starkes Team, eine passende Hochschule oder Forschungseinrichtung, eine Mentorin oder einen Mentor, Marktvalidierung und einen Antrag, der zeigt: Aus dieser Idee kann ein wirtschaftlich tragfähiges Startup werden.
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EXIST ist kein allgemeines Gründerstipendium für jede Selbstständigkeit. Es geht um innovative Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Deine Idee muss mehr sein als eine normale Dienstleistung, ein klassischer Onlineshop, eine einfache App ohne Innovation oder die Weiterentwicklung eines bestehenden Produkts ohne echten Unterschied.
Gute EXIST-Kandidaten haben oft:
Schwächer sind Ideen, die kaum Abgrenzung haben:
Der wichtigste Test lautet: Kannst du in drei Sätzen erklären, warum deine Idee neu, wissensbasiert und wirtschaftlich relevant ist?
Formuliere deinen Innovationssatz so: „Wir lösen Problem X für Zielgruppe Y mit Ansatz Z, der sich durch A, B und C deutlich von bestehenden Lösungen unterscheidet.“
Du stellst den EXIST-Antrag nicht einfach privat wie einen normalen Zuschussantrag. Die Antragstellung läuft über eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Deshalb ist der wichtigste erste Kontakt nicht irgendein Förderportal, sondern das Gründungszentrum, der Inkubator, die Transferstelle oder die EXIST-Ansprechperson deiner Hochschule.
Dort klärst du:
Wichtig ist ein guter erster Eindruck. Sende keine lose Idee, sondern eine kurze, klare Skizze: Problem, Lösung, Innovation, Zielgruppe, Team, Markt, Entwicklungsstand und warum EXIST passt.
Schicke der Hochschule ein One-Pager-Dokument. Kein Roman, keine reine Vision – sondern eine klare Förder-Skizze mit Innovationskern.
EXIST fördert Teams mit bis zu drei Personen. Die Teamzusammensetzung ist wichtig, weil unterschiedliche Stipendienhöhen gelten und bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
Typische Teamrollen:
Prüfe früh:
Ein starkes Team ist oft wichtiger als ein perfekt klingender Pitch. EXIST will sehen, dass ihr das Vorhaben wirklich umsetzen könnt. Fachliche Kompetenz, Motivation, Rollenverteilung und Umsetzungsfähigkeit müssen zusammenpassen.
Schreibt für jedes Teammitglied eine klare Rolle: „Warum genau ist diese Person unverzichtbar für das Projekt?“
Das EXIST-Gründungsstipendium besteht nicht nur aus monatlichem Lebensunterhalt. Gerade Sachmittel und Coaching können entscheidend sein, um aus der Idee einen echten Markt- und Produktnachweis zu bauen.
Monatliche Förderung nach Status:
Studierende: 1.000 € pro Monat
Gründende mit Berufsabschluss: 2.000 € pro Monat
Hochschulabsolventen: 2.500 € pro Monat
Promovierte: 3.000 € pro Monat
Kinderzuschlag: 150 € pro Kind und Monat
Zusätzlich möglich:
Sachmittel bei Einzelgründung: bis zu 10.000 €
Sachmittel bei Teamgründung: bis zu 30.000 €
Coachingbudget: bis zu 5.000 €
Sachmittel können je nach Projekt zum Beispiel relevant sein für:
Aber: Sachmittel müssen zum Projekt passen. Eine beliebige Wunschliste schwächt den Antrag. Gute Sachmittelplanung zeigt, welche Ausgaben für Meilenstein, Validierung oder Marktreife notwendig sind.
Ordne jedes Sachmittel einem Meilenstein zu. Beispiel: „Cloudkosten für MVP-Test mit 100 Pilotnutzern“ ist stärker als „Softwarekosten“.
Ein EXIST-Antrag muss zwei Welten verbinden: wissenschaftliche Herkunft und wirtschaftliche Umsetzung. Er darf nicht wie eine Forschungsarbeit klingen, aber auch nicht wie eine reine Werbebroschüre.
Ein starker Antrag beantwortet klar:
Der Antrag muss zeigen: Nach 12 Monaten steht ihr nicht nur mit Folien da, sondern mit validierter Lösung, Businessplan, Prototyp, Kundenfeedback, Gründungsstruktur und Anschlussfinanzierungsfähigkeit.
Vermeide Floskeln wie „riesiger Markt“ oder „revolutionär“. Zeige Belege: Interviews, Pilotkunden, Prototyp, Daten, Forschungsergebnisse, Absichtserklärungen.
Nutze diese Checkliste, bevor du mit deiner Hochschule über EXIST sprichst. So erkennst du, ob dein Vorhaben grundsätzlich passt und welche Unterlagen du für den Antrag vorbereiten solltest.
In drei Sätzen erklären, welches Problem gelöst wird, was neu ist und warum die Lösung wirtschaftlich relevant sein kann.
Prüfen, ob Idee, Know-how, Forschung, Studium oder Teamprofil klar aus Hochschule oder Forschungseinrichtung ableitbar sind.
Transferstelle, Inkubator oder Gründungszentrum der Hochschule ansprechen und EXIST-Eignung vorprüfen lassen.
Abschluss, Studienfortschritt, Promotionsstatus, Berufsausbildung, Verfügbarkeit, Nebentätigkeiten und Förderausschlüsse prüfen.
Kundengespräche, Wettbewerbsanalyse, Problembelege, Pilotpartner und erste Nutzertests sammeln.
Prototyp, Software, Hardware, Tests, Reisen, Marktforschung und Coaching konkret mit Meilensteinen verknüpfen.
Keine förderschädlichen Schritte machen, bevor Hochschule, Mentor, Antrag und Projektträger-Logik sauber geklärt sind.
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