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Schulden & Hilfe

Was ist pfändungsfrei? Der Schutz-Check 2026/2027

„Pfändungsfrei“ bedeutet nicht überall dasselbe. Für Arbeitseinkommen gilt die Pfändungstabelle, Kontoguthaben wird grundsätzlich erst durch ein P-Konto geschützt, einzelne Sozialleistungen haben besondere Regeln und bei Gegenständen zählt § 811 ZPO. Dieser Hack zeigt, welcher Schutz automatisch gilt, wann eine Bescheinigung genügt und wann ein Antrag beim Vollstreckungsgericht oder der Vollstreckungsstelle nötig ist.

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Pfändungsfrei 2026/2027: Deine 8-Punkte-Checkliste

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Arbeitseinkommen: Nutze Tabelle statt bloßer Addition

Vom 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2027 beträgt der monatliche Grundbetrag nach § 850c ZPO 1.587,40 Euro. Für die erste Person, der tatsächlich gesetzlicher Unterhalt gewährt wird, beträgt der gesetzliche Erhöhungsparameter 597,42 Euro; für die zweite bis fünfte Person jeweils 332,83 Euro. Maßgeblich für den konkreten Abzug ist aber die amtliche Pfändungstabelle. Oberhalb der jeweiligen Schwelle wird Einkommen teilweise pfändbar; die Beträge dürfen daher nicht als immer vollständig geschützte Pauschalen zusammengerechnet werden.

Bestimmte Entgeltbestandteile sind nach § 850a ZPO besonders geschützt: die Hälfte der Vergütung für Mehrarbeit, im üblichen Rahmen gezahlte Aufwandsentschädigungen, Auslösungsgelder und andere soziale Zulagen für auswärtige Beschäftigung, Gefahren-, Schmutz- und Erschwerniszulagen, bestimmte Urlaubs-, Anlass-, Treue-, Sterbe- und Gnadenbezüge sowie Blindenzulagen. Weihnachtsvergütung ist bis zur Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens 500 Euro, unpfändbar. Ob eine konkrete Zahlung darunterfällt, richtet sich nach ihrem wirklichen Zweck, nicht nach der Überschrift auf der Abrechnung.

Mutterschutzlohn ist normaler Arbeitslohn und nicht allein wegen seiner Bezeichnung vollständig unpfändbar. Mutterschaftsgeld und andere Ersatzleistungen sind gesondert nach den jeweils anwendbaren Vorschriften zu prüfen.

finanzhack-Tipp:

Lass Arbeitgeber oder Schuldnerberatung den pfändbaren Betrag anhand der amtlichen Tabelle und der tatsächlichen Unterhaltspflichten kontrollieren.

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