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Handyverträge ansehenDie Telekom stellt verbliebene reine Telefonanschlüsse schrittweise auf neue Technik um. Mit „Call Connect via Funk“ können viele Betroffene ihr bisheriges Analogtelefon und ihre Festnetznummer weiterverwenden. Dieser Komfort hat jedoch seinen Preis. Ein Mobilfunktarif mit einfachem Handy oder SIM-Tischtelefon kann deutlich günstiger sein – passt aber nur, wenn Empfang, Bedienung, Rufnummer, Notruf- und Zusatzgeräte vorher geklärt sind.
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Betroffene Haushalte erhalten ein individuelles Schreiben. Notiere Umstellungsdatum, Frist, Tarif, Gerätepreis und Bedingungen. Nach den aktuell veröffentlichten Angaben kostet „Call Basic via Funk“ 22,95 Euro monatlich und enthält 120 Minuten ins deutsche Festnetz beziehungsweise zu 032-Rufnummern. „Call Comfort via Funk“ kostet 32,45 Euro mit Flatrate ins deutsche Festnetz. Die Telefon-Box wird mit 3,95 Euro monatlicher Miete oder 99,99 Euro Kaufpreis genannt.
Gespräche in deutsche Mobilfunknetze sind nach den veröffentlichten Tarifinformationen nicht von der Festnetz-Flatrate umfasst und können 19 Cent je Minute kosten. Vergleiche deshalb nicht nur den Grundpreis, sondern deine letzten Rechnungen: Wie viele Minuten gehen ins Festnetz, wie viele auf Handynummern und wie viele ins Ausland oder zu Sonderrufnummern? Maßgeblich sind das persönliche Schreiben und die aktuellen Produktinformationen.
Lass dir vor einer Zusage den vollständigen monatlichen Preis inklusive Box und die Minutenpreise schriftlich bestätigen.
Die Telekom-Box ist vor allem dann bequem, wenn die bestehende Ortsnetznummer und ein kompatibles Analogtelefon erhalten bleiben sollen. Das Telefon muss das Tonwahlverfahren unterstützen; alte Wählscheibentelefone mit Impulswahl funktionieren nicht unmittelbar. Die Box telefoniert technisch über LTE, benötigt aber eine Steckdose und guten Telekom-Empfang.
Günstiger können ein einfaches 4G-/5G-Handy, ein seniorengerechtes Tastenhandy oder ein Mobilfunk-Tischtelefon mit SIM-Karte sein. Ein Tischtelefon ähnelt dem gewohnten Festnetzgerät, nutzt aber eine Mobilfunknummer. Angebote um fünf Euro sind Marktbeispiele, keine dauerhaft garantierten Preise. Prüfe Datenautomatik, Anschlussgebühr, Mindestlaufzeit, Preis nach Aktionsende und ob eine Allnet-Flatrate wirklich Fest- und Mobilfunknetze umfasst.
Nur Telefonie benötigt meist kaum oder kein Datenvolumen; zahle nicht für ein großes Datenpaket, das ungenutzt bleibt.
Teste das gewünschte Mobilfunknetz genau an dem Ort, an dem das Telefon stehen soll – nicht nur draußen vor dem Haus. Probiere eingehende und ausgehende Gespräche zu verschiedenen Tageszeiten. Eine Netzkarte ist nur eine Orientierung. Die Telekom-Box und andere Funklösungen benötigen Strom; bei lokalem Stromausfall funktionieren sie ohne geeignete Notstromversorgung nicht. Auch Mobilfunkmasten können bei längeren Ausfällen betroffen sein.
Besonders wichtig: Hausnotruf, Alarmanlage, Fax, Pflege- oder andere Überwachungsgeräte dürfen nicht ungeprüft an eine neue Box oder SIM-Lösung angeschlossen werden. Kläre die Kompatibilität schriftlich mit dem jeweiligen Geräte- oder Dienstanbieter. Für pflegebedürftige oder alleinlebende Menschen ist zuverlässige Notfallkommunikation wichtiger als eine maximale Tarifersparnis.
Teste die neue Lösung parallel, bevor der bisherige Anschluss abgeschaltet oder gekündigt wird.
Mit Call Connect via Funk soll die bisherige Festnetznummer erhalten bleiben. Ein normaler Mobilfunktarif liefert dagegen grundsätzlich eine Mobilfunknummer; eine Ortsnetznummer lässt sich nicht einfach auf jede Mobilfunk-SIM übertragen. Wer die alte Nummer behalten muss, sollte vor Vertragsänderung schriftlich klären, welche Portierungs- oder Weiterleitungslösung möglich ist. VoIP-Anbieter können Ortsnetznummern anbieten oder übernehmen, benötigen aber typischerweise Internet, Strom und passende Technik.
Wenn eine neue Nummer akzeptabel ist, informiere Familie, Ärzte, Pflegedienste, Behörden und wichtige Kontakte rechtzeitig. Ändere hinterlegte Nummern bei Notrufdiensten, Banken und Zwei-Faktor-Verfahren. Kündige nie eigenständig, wenn die Rufnummer portiert werden soll: Häufig muss der neue Anbieter den Wechsel koordinieren.
Notiere vor der Entscheidung: „Was ist mir die alte Rufnummer pro Monat wert?“ Dann wird der Komfortaufschlag sichtbar.
Rechne Grundpreis, Box oder Telefon, Bereitstellungsentgelt, Versand, Minuten außerhalb der Flatrate und Preissteigerungen zusammen. Beispiel: Call Basic plus Boxmiete ergibt nach den veröffentlichten Preisen 26,90 Euro monatlich beziehungsweise 645,60 Euro in 24 Monaten – zusätzliche Mobilfunkgespräche nicht eingerechnet. Ein beispielhafter Allnet-Tarif für 5 Euro plus ein SIM-Tischtelefon für 70 Euro kostet in 24 Monaten 190 Euro. Die rechnerische Differenz beträgt 455,60 Euro.
Das ist nur ein Rechenbeispiel. Der günstige Tarif muss verfügbar sein, dauerhaft passen und am Standort funktionieren. Prüfe zudem, ob du bereits ein geeignetes Gerät besitzt. Kaufe nur 4G/LTE- oder 5G-fähige Hardware; reine 2G-/3G-Geräte sind keine zukunftssichere Neuanschaffung.
Vergleiche immer 24-Monats-Gesamtkosten und nicht nur den beworbenen Monatspreis.
Günstiger telefonieren ist gut. Erreichbarkeit, Notfallfunktion und einfache Bedienung sind wichtiger.
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