Programme: Deine 6-Punkte-Checkliste
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Checkliste öffnenViele Arbeitgeber bezahlen oder bezuschussen Sport, Wellness, Gesundheitskurse, Mobilität, nachhaltige Einkäufe und weitere Zusatzleistungen. Das Problem: Mitarbeitende erfahren davon oft erst spät oder nutzen nur einen Bruchteil. Prüfe deshalb systematisch, welche Programme dein Arbeitgeber anbietet, welche Eigenbeteiligung gilt und welche Leistung du wirklich regelmäßig nutzt.
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Suche im Intranet nach Begriffen wie Benefits, Firmenfitness, Gesundheitsbudget, Sachbezug, Mitarbeiterangebote, Mobilitätsbudget oder Corporate Benefits. Prüfe außerdem Onboarding-Unterlagen, Betriebsvereinbarungen, Tarifinformationen und deine Gehaltsabrechnung. Frage Personalabteilung, People-Team oder Betriebsrat ausdrücklich nach freiwilligen Zusatzleistungen.
Manche Angebote müssen in einem Portal aktiviert werden, andere werden über einen persönlichen Firmenlink, eine App oder einen Code freigeschaltet. Häufig gibt es feste Anmeldefenster oder einen Start zum Monatsanfang. Kläre, ob auch Auszubildende, Werkstudierende, Beschäftigte in Elternzeit oder Familienmitglieder teilnehmen dürfen. Ein gesetzlicher Anspruch auf ein freiwilliges Programm besteht nicht automatisch.
Notiere für jedes Angebot Arbeitgeberzuschuss, eigenen Monatsbeitrag, Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, mögliche Pausen und Auswirkungen beim Ausscheiden aus dem Unternehmen.
Formuliere deine HR-Anfrage konkret: Welche Benefits gibt es, wer darf teilnehmen, was kostet mich die Nutzung und bis wann muss ich mich anmelden?
EGYM Wellpass bietet über teilnehmende Arbeitgeber Zugang zu Fitness-, Sport- und Wellnesspartnern sowie Onlineangeboten. Der Anbieter nennt aktuell mehr als 16.000 Partner in Deutschland und Österreich sowie über 6.500 Onlinekurse. Urban Sports Club ist ebenfalls ein arbeitgebergebundenes Multi-Sport-Angebot mit Studios und Kursen; Wellhub bündelt je nach Paket Fitness, Achtsamkeit, mentale Gesundheit, Ernährung und Schlaf. Wellhub und Urban Sports Club weisen 2026 auf ihren Zusammenschluss hin – welche Marke, App und Bedingungen dein Arbeitgeber tatsächlich nutzt, ergibt sich aus dem Firmenvertrag.
Vergleiche nicht nur die Gesamtzahl der Partner. Suche zuerst nach Angeboten in der Nähe deiner Wohnung, Arbeitsstelle und typischen Reiseorte. Prüfe deine bevorzugten Studios einzeln: Manche Leistungen erfordern Zuzahlungen, Reservierungen oder haben monatliche Check-in-Grenzen. Premiumstudios, Massagen, Schwimmbäder oder besondere Kurse können abweichende Regeln haben.
Der beste Anbieter ist der, den du real nutzt. Zehn passende Partner im eigenen Alltag sind wertvoller als tausende weit entfernte Angebote.
Öffne vor der Anmeldung die aktuelle Partnersuche und speichere drei realistische Trainingsorte. Prüfe bei jedem Ort Check-in-Regel, Zusatzkosten und Kursbuchung.
Belonio ist keine reine Fitnessmitgliedschaft, sondern eine Plattform, über die Arbeitgeber unterschiedliche Zusatzleistungen und Budgets verwalten können. Dazu können Gesundheitsleistungen, Sachbezüge und weitere Benefits gehören. Welche Module dir offenstehen, entscheidet dein Arbeitgeber. Ein beworbenes Gesundheitsbudget ist nicht automatisch vollständig steuerfrei; entscheidend sind die konkrete Leistung, die steuerliche Gestaltung und die erforderlichen Nachweise.
guud konzentriert sich auf flexible und nachhaltigkeitsorientierte Benefits. Genannt werden unter anderem ein Sachbezug, anlassbezogene Aufmerksamkeiten, Mobilitätsleistungen und eine Auswahl nachhaltiger Partnershops beziehungsweise Spendenoptionen. Auch hier gilt: Du kannst nur das nutzen, was dein Arbeitgeber freigeschaltet und finanziert hat. Prüfe Akzeptanzstellen, regionale Einschränkungen, Verfall, Übertragbarkeit und ob Restguthaben angespart werden darf.
Benefitkarten sind kein frei verfügbares Bargeld. Steuerlich begünstigte Gutscheine und Geldkarten müssen gesetzliche Voraussetzungen erfüllen und können deshalb auf bestimmte Händler, Regionen oder Waren- und Dienstleistungskategorien begrenzt sein.
Vergleiche den Benefit mit deinen ohnehin geplanten Ausgaben. Kaufe nicht zusätzlich, nur um ein Guthaben aufzubrauchen.
Arbeitgeber können zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn bis zu 600 Euro je Kalenderjahr für qualifizierte Maßnahmen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken oder zur Gesundheitsförderung steuerfrei leisten. Nach § 3 Nr. 34 EStG müssen Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V entsprechen. Typische Felder sind Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtprävention. Teilnahme- und Qualitätsnachweise können erforderlich sein.
Eine allgemeine Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder ein beliebiges Wellnessangebot erfüllt diese Voraussetzungen nicht automatisch. Firmenfitness kann stattdessen als Sachbezug gestaltet, vom Arbeitgeber pauschal versteuert oder regulär als Arbeitslohn behandelt werden. Nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG bleiben bestimmte Sachbezüge bis insgesamt 50 Euro im Kalendermonat außer Ansatz. Das ist eine Freigrenze: Wird sie durch alle einzubeziehenden Sachbezüge überschritten, kann der gesamte Betrag steuerpflichtig werden. Gutscheine und Geldkarten müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden und die gesetzlichen Kriterien erfüllen.
Für die korrekte Lohnabrechnung ist der Arbeitgeber verantwortlich. Beschäftigte sollten aus Werbeaussagen eines Anbieters keine eigene Steuerfreiheit ableiten.
Frage HR nicht nur „Ist das steuerfrei?“, sondern: Nach welcher Vorschrift wird der konkrete Benefit abgerechnet und wird meine 50-Euro-Freigrenze bereits durch andere Sachbezüge genutzt?
Berechne den persönlichen Vorteil konservativ: Ziehe deinen jährlichen Eigenanteil sowie realistische Zusatzkosten vom Wert der Leistungen ab, die du tatsächlich ersetzt. Beispiel: Zahlst du 25 Euro monatlich und ersetzt damit eine bisherige Studiomitgliedschaft von 45 Euro, beträgt der direkte Vorteil 240 Euro im Jahr. Nutzt du das Programm kaum oder läuft dein alter Studiovertrag parallel weiter, kann der Vorteil auf null sinken.
Kündige einen bestehenden Vertrag erst, wenn der neue Zugang aktiv ist und dein bevorzugtes Studio die Firmenmitgliedschaft weiterhin akzeptiert. Prüfe, ob Altverträge ruhen, umgestellt oder separat gekündigt werden müssen. Achte außerdem auf App-Berechtigungen und Gesundheitsdaten. Trainings-, Check-in- oder Wellbeing-Daten sind sensibel; erteile nur notwendige Zugriffe und lies, welche Informationen Anbieter und Arbeitgeber jeweils erhalten.
Gibt es noch kein Programm, sammle Interesse im Team und schlage HR zwei oder drei passende Modelle vor. Liefere Standorte, grobe Teilnehmerzahl und gewünschte Benefit-Art mit. Die endgültige Auswahl sollte Personal, Lohnabrechnung, Datenschutz und gegebenenfalls Betriebsrat einbeziehen.
Stand: 11. September 2026. Anbieterumfang, Partner, Pakete, Zuschüsse und Preise können sich ändern. Allgemeine Verbraucher- und Steuerinformation, keine individuelle Steuer-, Arbeits- oder Rechtsberatung.
Setze dir nach drei Monaten einen Nutzungscheck: tatsächliche Check-ins, ersetzte Ausgaben und Eigenanteil vergleichen – anschließend behalten, wechseln oder kündigen.
Nutze die Liste beim HR-Gespräch und vor jeder Anmeldung.
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