Mehr Gehalt ist nicht die einzige Möglichkeit, finanziell besser aus einem Job herauszugehen. Viele Arbeitgeber bezahlen oder bezuschussen Sport, Wellness, Mobilität, Essen, Einkäufe, Gesundheitskurse, Kinderbetreuung oder Freizeitangebote. Das Problem: Ein erstaunlich großer Teil dieser Extras bleibt ungenutzt.
Manche Benefits verstecken sich im Intranet. Andere laufen über eine Mitarbeiter-App, einen Rabattshop oder eine digitale Karte. Wieder andere werden erst auf Nachfrage bei HR freigeschaltet. Wer nur auf die monatliche Gehaltsabrechnung schaut, kann deshalb jedes Jahr einen spürbaren Gegenwert liegen lassen.
Prüfe systematisch, welche Programme dein Arbeitgeber anbietet, wie hoch dein Eigenanteil ist und welche Leistungen du tatsächlich regelmäßig nutzt.
Dieser Ratgeber zeigt, wie Wellpass, corporate benefits, guudcard, BON BON, Benefits.me und Mobilitätslösungen funktionieren – und warum Mitarbeiter-Apps wie Staffbase, Flip, Beekeeper, Quiply oder LOLYO oft der Ort sind, an dem du diese Vorteile überhaupt erst findest.
Benefits sind Geld wert.
Mitarbeiterprogramme sind Zusatzleistungen neben dem normalen Gehalt – zum Beispiel Sport, Mobilität, Rabatte oder Sachbezüge.
Bestimmte Sachbezüge können bis 50 Euro im Monat steuerfrei bleiben, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Für qualifizierte betriebliche Gesundheitsförderung sind bis zu 600 Euro pro Jahr und Beschäftigtem steuerfrei möglich.
Jobtickets und Zuschüsse zum öffentlichen Nahverkehr können bei zusätzlicher Gewährung zum Lohn steuerfrei sein.
Rabattportale erhöhen die Kaufkraft, aber ein Rabatt spart nur dann Geld, wenn der Kauf ohnehin geplant war.
Mitarbeiter-Apps sind oft das zentrale Tor zu Benefits, HR-Services, Gehaltsunterlagen und Aktionen.
Der beste Benefit ist nicht der mit dem höchsten Listenpreis, sondern der, den du wirklich nutzt und der echte private Ausgaben ersetzt.
Was sind Mitarbeiter-Benefits?
Benefits sind Zusatzleistungen des Arbeitgebers, die über das vereinbarte Gehalt hinausgehen. Das kann ein Zuschuss sein, eine Mitgliedschaft, ein Rabattportal, ein Mobilitätsbudget, eine Sachbezugskarte oder auch ein Service, der Zeit spart.
Firmenfitness, Gesundheitskurse, Mental-Health-Angebote und betriebliche Gesundheitsförderung.
Jobticket, Deutschlandticket, Mobilitätsbudget, Dienstrad oder Tank- und Ladekarten.
Benefitkarten, regionale Einkaufsbudgets, Tankguthaben oder Restaurantgutscheine.
Vergünstigungen für Reisen, Technik, Mode, Freizeit, Gastronomie und Veranstaltungen.
Kita-Zuschüsse, Beratungsangebote, Pflegeunterstützung oder flexible Arbeitsmodelle.
Weiterbildung, Lernbudgets, Prämien, Empfehlungsprogramme und Anerkennungssysteme.
Ein steuerbegünstigter Sachbezug, ein Rabattportal und ein normaler Geldbonus werden steuerlich unterschiedlich behandelt. Entscheidend ist immer die konkrete Ausgestaltung.
Berechne deinen echten Jahreswert.
Bewerte nicht den Werbepreis, sondern nur das, was du sonst tatsächlich selbst bezahlt hättest.
Das ist ein Nutzwert-Beispiel, keine allgemeine Steuerrechnung.
Bewerte Benefits nach vermiedenen echten Ausgaben.
Suche an diesen acht Stellen.
Nach Bereichen wie „Mitarbeitervorteile“, „HR“, „Compensation & Benefits“ oder „Gesundheit“ suchen.
News, Quick Links, Benefits, Self-Services und Aktionscodes prüfen.
Entgeltabrechnung, Mobilität, Vorsorge, Weiterbildung und Zusatzleistungen öffnen.
Viele Extras werden nur beim Einstieg erklärt und später vergessen.
Kann oft erklären, welche Programme gelten und wer teilnehmen kann.
Zuschüsse oder geldwerte Vorteile können dort auftauchen.
Langjährige Mitarbeitende kennen oft Programme, die kaum beworben werden.
Einfach nach einer vollständigen Liste aller aktuellen Benefits fragen.
Hallo,
ich möchte gern prüfen, welche Mitarbeiter-Benefits und Zusatzleistungen ich aktuell nutzen kann.
Könnt ihr mir bitte eine Übersicht zu Firmenfitness, Mobilität, Sachbezügen, Rabattportalen, Gesundheitsangeboten, Weiterbildungen und sonstigen Mitarbeiterprogrammen schicken – inklusive möglicher Eigenanteile und Anmeldewege?
Vielen Dank!
Firmenfitness kann mehr als Fitnessstudio.
Sportangebote gehören zu den sichtbarsten Benefits. Große Firmenfitness-Netzwerke bieten gegenüber einem einzelnen Studiotarif mehr Flexibilität.
Wellpass wird ausschließlich über teilnehmende Arbeitgeber angeboten. Der Anbieter nennt aktuell mehr als 16.000 Sport- und Wellnesspartner in Deutschland und Österreich sowie mehr als 6.500 Online-Angebote. Je nach Firmenmodell übernimmt der Arbeitgeber die Kosten vollständig oder teilweise; ein Eigenanteil ist möglich.
Wer regelmäßig trainiert, kann unterschiedliche Studios, Kurse und Wellnessangebote nutzen.
Ein breit nutzbares Angebot kann Arbeitgeberattraktivität und Bindung unterstützen.
Die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 34 EStG gilt nur für qualifizierte zusätzliche Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen.
Bis zu 600 Euro – aber mit Regeln.
Möglich für zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte qualifizierte Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen, wenn die gesetzlichen Qualitätsanforderungen erfüllt werden.
Die berühmten 50 Euro im Monat.
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen bleiben bestimmte Sachbezüge bis zu 50 Euro im Kalendermonat außer Ansatz.
Wichtig: Freigrenze, nicht Freibetrag. Gutscheine und Geldkarten müssen die Sachbezugsregeln erfüllen und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.
Je nach Arbeitgebermodell für regionale Einkäufe, Mobilität oder Sport nutzbar.
Restaurantgutscheine und Firmenlösungen für Sachbezug, Geburtstage und Incentives.
Können als Sachbezug funktionieren, wenn Karte und Nutzung die steuerlichen Regeln erfüllen.
Stadtgutscheine oder regionale Händlernetzwerke sind ein häufiger Benefit.
guud positioniert die Karte als nachhaltigkeitsorientierten Benefit. Je nach Modell lässt sich Guthaben für regionale Einkäufe, Mobilität oder Sport verwenden.
BON BON bietet Restaurantgutscheine, die nach Anbieterangaben bei mehr als 10.000 Restaurants, Cafés und Bars in Deutschland einlösbar sind. Für Unternehmen gibt es automatisierte Incentive-Lösungen.
Rabatt statt Zuschuss.
Rabattportale funktionieren anders als Sachbezugskarten: Du bekommst Sonderkonditionen, bezahlst den Kauf aber weiterhin selbst.
Der Anbieter nennt mehr als 1.500 Marken und Anbieter aus Bereichen wie Reisen, Technik, Mode, Wohnen und Freizeit.
Die Plattform wirbt aktuell mit mehr als 15.900 Rabattaktionen aus Events, Erlebnissen, Gastronomie und Online-Shopping.
Den Mitarbeiterpreis immer mit dem normalen Marktpreis vergleichen.
Jobticket, Budget oder Dienstrad?
Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährte Zuschüsse für begünstigte öffentliche Verkehrsmittel können nach § 3 Nr. 15 EStG steuerfrei sein.
Budget für ÖPNV, Sharing, Taxi, Fahrrad, Tanken oder Laden – abhängig vom Anbieter und der steuerlichen Ausgestaltung.
Kann für Pendeln und Freizeit interessant sein; steuerliche Behandlung hängt vom konkreten Modell ab.
Tank- oder Ladekarten können als Sachbezug gestaltet werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
NAVIT kombiniert unter anderem Mobilitätsbudget, Deutschlandticket, Fahrrad-Leasing sowie Tanken, Laden und Parken. Arbeitgeber können Budgets zentral verwalten.
Nach § 3 Nr. 15 EStG steuerfreie Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte mindern grundsätzlich den über die Entfernungspauschale abziehbaren Betrag.
Der Benefit ist manchmal nur einen Login entfernt.
Staffbase, Flip, Beekeeper, Quiply oder LOLYO sind keine klassischen Geld-Benefits. Sie sind aber oft die digitale Eingangstür zu HR-Services und Mitarbeitervorteilen – besonders für Beschäftigte ohne festen Büroarbeitsplatz.
Unternehmensnews, Push-Mitteilungen, Chat, HR-Self-Services, Gehaltsabrechnungen, Urlaubsanträge und Benefits in einer App.
Channels, Beiträge, Chat, Umfragen, HR-Portal und Self-Service – auch ohne Firmen-E-Mail.
Echtzeit-Kommunikation, sichere Chats, Onboarding, Schicht- und HR-Self-Services sowie Aufgaben.
Channels, Chats, Dokumente, Push-Nachrichten, Aufgaben, Umfragen, Kalender und Quick Links.
Aktivitäten können mit Punkten belohnt werden, die sich im Goodie-Store gegen Bonusleistungen einlösen lassen.
Suche nach „Benefits“, „Vorteile“, „Goodies“, „Rewards“, „Gesundheit“, „Mobilität“ oder „Mitarbeiterangebote“.
Mehr als Weihnachtsbonus.
Prämie, wenn eine empfohlene Person eingestellt wird und die Bedingungen erfüllt.
Gutschein, Geschenk oder zusätzliche Leistung bei Betriebszugehörigkeit.
Digitale Anerkennungssysteme machen Unterstützung und Leistung sichtbar.
Schritte, Teamziele oder Engagement können spielerisch belohnt werden.
Internationale Tools wie Motivosity oder Nectar setzen stark auf Anerkennung, Rewards und Peer-to-Peer-Feedback. In Deutschland sollten dabei Steuer-, Datenschutz- und Mitbestimmungsfragen zur konkreten Lösung geprüft werden.
Diese Extras werden oft übersehen.
Kann je nach Ausgestaltung steuerlich begünstigt sein und Familien finanziell entlasten.
Kurse, Zertifikate, Sprachen, Fachliteratur oder Konferenzen.
Arbeitgeberzuschüsse können langfristig hohen Wert haben – Konditionen genau prüfen.
Je nach Tarif z. B. Zahn, Sehhilfen, Vorsorge oder Zusatzleistungen.
Kann im Firmenmodell pauschal oder nach steuerlichen Vorgaben gestaltet sein.
Nicht jeder wertvolle Benefit ist ein Geldbetrag.
Kantine, digitale Essensmarke oder Zuschussmodell – steuerliche Behandlung hängt von der Ausgestaltung ab.
Psychologische, soziale oder finanzielle Beratung kann in Krisen entlasten.
So bewertest du Benefits.
Würde ich das regelmäßig nutzen?
Welche echte private Ausgabe fällt dadurch weg?
Was zahle ich selbst und wann lohnt es sich?
Kann ich pausieren, wechseln oder frei wählen?
Wie wird der Benefit lohnsteuerlich behandelt?
Was passiert bei Kündigung, Elternzeit oder längerer Krankheit?
Warum gute Benefits mehr sind als Goodies.
Ein nachvollziehbares Benefit-Paket kann Stellenangebote differenzieren.
Regelmäßig nutzbare Vorteile sind sichtbarer als seltene Einmalprämien.
Sport- und Gesundheitsangebote senken finanzielle Zugangshürden.
Steuerlich begünstigte Benefits können bei korrekter Gestaltung effizient sein.
Nachhaltige Mobilität oder regionale Benefits können zur Arbeitgebermarke passen.
Plattformen, Karten und Apps können Kommunikation und Abrechnung zentralisieren.
Bedarf und Nutzung regelmäßig anonym abfragen. Ein kleiner, gut genutzter Mix ist oft wertvoller als zehn Programme mit geringer Nutzung.
Vier Mythen im Check.
Die Sachbezugsfreigrenze ist kein steuerfreier Barlohn.
Die Gesundheitsförderung ist an Qualitäts- und Zusätzlichkeitsvoraussetzungen gebunden.
Steuerfreie Zuschüsse können die Entfernungspauschale mindern.
Viele Vergünstigungen setzen zusätzliche Gewährung zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn voraus.
Welche Lösung macht was?
| Anbieter / Typ | Für Mitarbeitende | Für Arbeitgeber | Einsatz |
|---|---|---|---|
| EGYM Wellpass | Sport, Wellness, Onlineangebote | Firmenfitness zentral anbieten | Gesundheit |
| corporate benefits | Rabatte bei vielen Marken | Vorteilsportal ohne eigenes Rabattmanagement | Kaufkraft |
| Benefits.me | Events, Freizeit, Gastronomie, Shopping | digitales Benefitportal | Freizeit |
| guudcard | Einkauf, Mobilität oder Sport | Sachbezug & nachhaltige Benefits | Benefitkarte |
| BON BON | Restaurantgutscheine | Sachbezug, Geburtstage, Incentives | Gastronomie |
| NAVIT | Mobilitätsbudget | Mobilität digital verwalten | Mobilität |
| Staffbase / Flip / Beekeeper / Quiply / LOLYO | Infos, HR-Services, teils Benefits | Frontline und Büro erreichen | Kommunikation |
Finde heute deine ungenutzten Benefits.
Intranet, App und HR-Portal durchsuchen.
Rabattportal, Firmenfitness und Mobilität freischalten.
Jahreswert und Eigenanteile notieren.
Hier kannst du nachlesen.
Frag nicht nur nach mehr Gehalt.
Gute Mitarbeiterprogramme ersetzen kein angemessenes Gehalt. Aber sie können das Gesamtpaket eines Jobs deutlich verbessern – vor allem dann, wenn sie Kosten übernehmen, die ohnehin anfallen.
Für Mitarbeitende heißt das: nicht warten, bis HR zufällig einen Newsletter schickt. Suche aktiv nach Firmenfitness, Sachbezug, Jobticket, Rabatten, Weiterbildungsbudgets und Gesundheitsleistungen.
Für Arbeitgeber gilt: Ein Benefit, den niemand kennt oder nutzt, erzeugt kaum Bindung. Gute Programme sind leicht verständlich, flexibel, fair erreichbar und regelmäßig sichtbar.
Einmal im Jahr 30 Minuten Benefits prüfen kann sich stärker lohnen als viele kleine Spartricks.
01Was sind Mitarbeiter-Benefits?+
Zusatzleistungen des Arbeitgebers neben dem normalen Gehalt – zum Beispiel Firmenfitness, Sachbezüge, Mobilitätszuschüsse, Rabatte, Weiterbildungen oder Gesundheitsangebote.
02Habe ich einen Anspruch auf Benefits?+
Nicht auf jeden freiwilligen Benefit automatisch. Ein Anspruch kann sich aber etwa aus Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder einer verbindlichen betrieblichen Regelung ergeben.
03Sind 50 Euro Sachbezug immer steuerfrei?+
Nein. Es handelt sich um eine Sachbezugsfreigrenze. Gutscheine und Geldkarten müssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.
04Kann der Arbeitgeber 600 Euro Fitness bezahlen?+
Bis zu 600 Euro pro Jahr können für qualifizierte Gesundheitsförderung steuerfrei sein. Eine beliebige Fitnessstudio-Mitgliedschaft fällt aber nicht automatisch darunter.
05Was ist EGYM Wellpass?+
Ein Firmenfitness-Netzwerk, das nur über teilnehmende Arbeitgeber zugänglich ist. Je nach Firmenmodell können zahlreiche Sport-, Wellness- und Onlineangebote genutzt werden.
06Was ist corporate benefits?+
Ein Vorteilsportal, über das Arbeitgeber ihren Beschäftigten Sonderkonditionen und Rabatte bei vielen Marken und Anbietern bereitstellen.
07Was bringt eine guudcard?+
Je nach Arbeitgebermodell kann Guthaben für regionale Einkäufe, Mobilität oder Sport genutzt werden. Die konkrete Ausgestaltung legt der Arbeitgeber fest.
08Warum sollte ich meine Mitarbeiter-App prüfen?+
Viele Unternehmen veröffentlichen Benefits, Rabattlinks, Gesundheitsaktionen und HR-Self-Services über Mitarbeiter-Apps.
09Wie finde ich heraus, was mein Arbeitgeber anbietet?+
Intranet und Mitarbeiter-App durchsuchen, Onboarding-Unterlagen prüfen und HR oder Betriebsrat ausdrücklich nach einer vollständigen Benefit-Übersicht fragen.
10Wie erkenne ich einen guten Benefit?+
Er spart eine echte Ausgabe, passt zu deinem Alltag, hat einen fairen Eigenanteil und zwingt dich nicht zu Käufen, die du sonst nicht gemacht hättest.
Steuerhinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick über Mitarbeiter-Benefits in Deutschland. Die steuerliche Behandlung hängt von der konkreten Ausgestaltung und Abrechnung ab. Arbeitgeber sollten Lohnbuchhaltung oder steuerliche Beratung einbeziehen.



